Bellini
Zwei Zutaten, kein Shaker, keine Eiswürfel. Der Bellini ist weißes Pfirsichpüree mit Prosecco, kalt gerührt und sofort serviert. Er kommt aus einer Bar in Venedig. Und er ist einer der wenigen Drinks, die du Gästen anbieten kannst, ohne vorher geübt zu haben. Mit Alkohol und ohne, in zwei Minuten.
Zutaten
| 10 cl | Prosecco |
| 5 cl | Weißes Pfirsichpüree |
Leg den Drink in den Party-Planer. Dort stehen alle Zutaten auf einer Einkaufsliste, umgerechnet auf Flaschen und Packungen.
So wird er gemixt
Pfirsichpüree mit Eis in ein hohes Glas geben und den Prosecco zugießen.
Vorsichtig rühren, damit die Kohlensäure erhalten bleibt.
In eine vorgekühlte Sektflöte gießen.
Für den Bellini brauchst du nicht viel. Das hier hilft:
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Barlöffel und SiebLanger Löffel zum Rühren, Sieb zum Abgießen ohne Eis.Bei Amazon ansehen
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Welches Püree, welcher Prosecco
Im Rezept steht Püree, nicht Nektar. Der Unterschied ist größer, als er klingt. Püree macht den Drink cremig und leicht trüb. Mit Nektar wird er dünner und klarer. Beides schmeckt, du bekommst nur zwei verschiedene Getränke.
Beim Prosecco nimm einen trockenen. Die Süße bringt das Püree schon mit. Der trockene Schaumwein hält den Drink frisch, und das zweite Glas schmeckt so gut wie das erste. Nebenbei entscheidet er über die Stärke: Er hat mindestens 11 % Vol. und füllt zwei Drittel des Glases.
Pfirsichpüree selbst machen
Zwei weiße Pfirsiche reichen für vier Gläser. So gehst du vor:
- 30 Sekunden in kochendes Wasser legen, dann kalt abschrecken. Danach zieht sich die Haut in einem Stück ab
- Halbieren, Stein raus, Fruchtfleisch grob würfeln
- Mit einem Spritzer Zitronensaft fein pürieren
- Wer es ganz glatt mag, streicht es durch ein Sieb
Zucker brauchst du nur bei blassen Früchten. Und dann höchstens einen Teelöffel. Der Prosecco bringt keine Süße mit, die kommt allein aus dem Püree.
Wenn es keine weißen Pfirsiche gibt
Weiße Pfirsiche haben nur ein paar Wochen Saison. Den Rest des Jahres nimmst du gelbfleischige, Dosenpfirsiche oder Tiefkühlware. Die Farbe wird kräftiger und der Drink etwas süßer. Erkennbar bleibt er.
Frische Pfirsiche häutest du am schnellsten in heißem Wasser. Kurz eintauchen, dann geht die Haut in einem Stück ab.
Püree vorbereiten, ohne dass es braun wird
Oder fertig kaufen
Fertiges Püree aus weißem Pfirsich gibt es in Literflaschen, meist mit rund 90 % Frucht und etwas Zucker. Es ist haltbar, immer gleich dick und hat keine Saison. Dafür kostet es mehr als zwei Pfirsiche.
Achte auf die Bezeichnung. „Fruchtpüree" ist das Richtige. „Pfirsichnektar" und „Sirup" sind etwas anderes und machen den Drink dünner.

Servieren: Glas, Temperatur, Zeitpunkt
Der Bellini gehört in eine vorgekühlte Sektflöte. Die schmale Form hält die Kohlensäure länger im Glas als eine flache Schale. Und davon lebt der Drink.
Servier ihn sofort, solange es im Glas noch prickelt.
Woher der Bellini kommt
Erfunden hat ihn Giuseppe Cipriani. Das war 1948, in seiner Harry's Bar in Venedig. Den Namen bekam der Drink von Giovanni Bellini, einem venezianischen Maler.
Heute steht er auf der offiziellen Liste der International Bartenders Association, bei den Contemporary Classics. In derselben Reihe wie Piña Colada und Cosmopolitan.

Bellini ohne Alkohol
Der Prosecco liefert Kohlensäure und ein wenig Säure. Eigenes Aroma bringt er kaum mit. Genau deshalb klappt der Austausch so gut: Alkoholfreier Schaumwein kann beides, und das Verhältnis bleibt gleich. Das ganze Rezept steht beim Virgin Bellini.
Für Kinder taugt auch diese Variante nicht. Entalkoholisierter Schaumwein darf Restalkohol enthalten. Dazu rät die Verbraucherzentrale davon ab, Kindern alkoholfreie Nachbauten zu geben. Deshalb steht der Virgin Bellini bei uns nicht unter den Kinder-Cocktails. Sollen Kinder mittrinken, füll mit Mineralwasser auf.
Puccini, Rossini und Tintoretto
Tausch das Püree aus, und du hast einen anderen offiziellen Drink. Mengen und Vorgehen bleiben gleich:
- Puccini mit frischem Mandarinensaft
- Rossini mit Erdbeerpüree
- Tintoretto mit Granatapfelsaft
Du willst Sekt mischen, ohne vorher zu pürieren? Dann nimm die Mimosa aus Sekt und Orangensaft. Etwas mehr Arbeit macht der Hugo. Alles Weitere steht in den Cocktail Rezepten.
Wie stark ein Bellini ist
Der Bellini ist stärker, als er schmeckt. In 150 ml Drink stecken 100 ml Prosecco. Das sind 11 ml reiner Alkohol, also 7,3 % Vol., etwas mehr als ein Glas Wein. Durch das Schmelzwasser beim Rühren sind es im Glas noch rund 6,1 %.
Anders gesagt: 8,7 g reiner Alkohol. Das entspricht 0,8 Standardgläsern und damit knapp einem kleinen Bier.
Häufige Fragen zum Bellini
Was ist ein Bellini?
Ein Aperitif aus weißem Pfirsichpüree und Prosecco, entstanden in Harry's Bar in Venedig. Er wird kalt gerührt und in der Sektflöte serviert. Nicht geschüttelt und nicht auf Eis.
Welche Frucht ist in einem Bellini?
Weißer Pfirsich, als Püree. Gelbfleischige Pfirsiche gehen auch, ergeben aber eine kräftigere Farbe und einen süßeren Drink.
Wie schmeckt ein Bellini?
Fruchtig und trocken zugleich. Das Püree bringt Süße und Körper, der Prosecco Säure und Kohlensäure. Mit 7,3 % Vol. ist er stärker, als er schmeckt.
Wie serviert man einen Bellini?
In einer vorgekühlten Sektflöte, ohne Eiswürfel und ohne Garnitur. Stell beide Zutaten vorher kalt. Halt das Glas beim Aufgießen schräg und serviere sofort.
Woher diese Rezeptur stammt
Zutaten und Mengen nach IBA, International Bartenders Association. Zutaten und Mengen laut offizieller IBA-Rezeptur.